In der Berichterstattung und Kommentierung des völkerrechtswidrigen Angriffs der USA und Israels auf den Iran hört man von allen möglichen Perspektiven. Zu kurz kommt aber – wie so oft – die eigentliche wichtigste Frage: die Machtfrage. Wer händeringend nach einer theoretischen Einordnung der Situation sucht…
In der Losdemokratie gibt es keine Herrschaft, aber es gibt einen Staat. Ich erkläre, warum das Anarchie ist.
Die Machtlosigkeit der Vielen ist kein Produkt des Neoliberalismus und kein bloßes Gefühl der Ohnmacht, sondern das Ergebnis jahrtausendelanger politischer Organisation sesshafter Gesellschaften in hierarchischen Systemen. Ökonomische Ungleichheit stabilisiert diese Machtverhältnisse, erzeugt sie aber nicht. Solange politische Praxis anthropologische Unterschiedlichkeit im Politischen nicht aktiv neutralisiert, reproduziert sie notwendig Herrschaft – unabhängig von Eigentumsformen oder Ideologien.
Der konstruktive Versuch einer Erklärung und ein Vorschlag für die Überwindung der linken Dauerkrise!
Als Losdemokrat, der das politische System und die Herrschaftsverhältnisse, in denen wir leben radikal hinterfragt, ist Marxismus vielleicht die verwandteste und lehrreichste politische Theorie der Neuzeit. Und auch Kommunist*innen können, denke ich, einiges von der Losdemokratie lernen. Ich habe versucht – auch für meinen eigenen ideologischen Frieden – die beiden Theorien miteinander zu versöhnen.
Die kurze Antwort ist: Unsere modernen politischen Systeme sind nicht politisch und nicht demokratisch, sondern vorpolitisch, aristokratisch und tendieren daher immer zu Nationalismus und Autoritarismus.
Im letzten Post habe ich den Personenkult in der modernen "Politik" und Gesellschaft als Ganzes aufgezeigt und problematisiert. Aber woher kommt unsere Fixierung auf Personen? Dafür möchte hier 2 Erklärungsansätze präsentieren.
Ein paar Worte zu einem Fehler, der Medienberichterstattung und öffentlichem Diskurs ständig unterläuft – aktuell am Beispiel des imperialistischen Angriffs der USA auf Venezuela. Natürlich ist auch diese Personalisierung kein Zufall: Sie hat systemische und anthropologische Gründe. Mehr dazu vielleicht ein andermal.